EWE

Der Kampf gegen die Preis- und Informationspolitik des Energieversorgers EWE

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Seit 2004 beschäftige ich mich intensiv mit dem Energieversorgungsunternehmen EWE, Oldenburg. Anlaß war die drastische Gaspreiserhöhung 2004.Der Kreisausschuß hat daraufhin den Vorstandsvorsitzenden der EWE, Dr. Brinker, zu einem Vortrag eingeladen. Leider darf ich aus dieser Sitzung nicht im Detail berichten. Nur soviel: Die Antworten von Dr. Brinker auf meine Fragen und die Arroganz, mit der er versuchte, kritische Fragen vom Tisch zu wischen, haben mich dermaßen gereizt und mißtrauisch gemacht, dass ich mich ganz intensiv mit dieser " Aktiengesellschaft im kommunalen Eigentum" beschäftigt habe.

Die - nicht nachvollziehbaren - Begründungen für die mehrfachen Preiserhöhungen, die Geschäftsergebnisse, die Dividendenpolitik sowie das Gehalts- und Vergütungssystem der EWE - insbesonders die Aufsichtsratsvergütungen - geben Anlaß zu öffentlicher Kritik.

Der Kreistag des Landkreises Leer hat auf meine Initiative mehrere Resolutionen gegen die EWE - Politik beschlossen. Es war hilfreich, dass wir im Kreistag Leer parteienübergreifend Kritik geübt haben.

Leider hat die SPD/FDP-Gruppe die Gemeinsamkeit auch in dem Punkt inzwischen verlassen.

Ende 2006 wurde ich vom Kreistag in die Verbandsversammlung des EWE - Verbandes gewählt. Versuchen "mich einzubinden", habe ich widerstanden. Daraufhin holte die EWE die "Drohkeule" aus dem Sack und schrieb einen "blauen Brief" (siehe Dokumente 2007). Auch dadurch konnte man mich nicht "mundtot" machen. Inzwischen ist der Brief vom Tisch.

Inzwischen habe ich dafür gesorgt, dass die Sitzungen der Verbandsversammlungen jetzt wirklich öffentlich sind. Weder die Öffentlichkeit noch gute Argumente vermochten die Mitglieder davon abzulassen, den AR - Mitgliedern horrende "Aufwandsentschädigungen" zu genehmigen.

Ein Beschluß der Verbandsversammlung von 2008, in dem man sich von mir distanziert und mich in Zukunft zur Zurückhaltung auffordert, ist nach rechtlicher Prüfung rechtswidrig zustande gekommen und widerspricht Art. 5 des Grundgesetzes (Recht auf freie Meinungsäußerung).

Inzwischen hat die EWE durch Ihre völlig abwegige und unbegreifliche Reaktion auf das BGH Urteil das restliche Vertrauen der Kunden verspielt. Mit der Forderung, die Kunden mögen ihren Anspruch selber berechnen und klagen, sowie dem unsinnigen Scherf-Vorschlag bei gleichzeitiger drastischer Gaspreiserhöhung hat die EWE ihre Kunden vergrault. Eine Kündigungs- und Prozeßwelle war die Folge. Alle Gerichte urteilten gegen die EWE.

Dies sind eklatante Managementfehler, die dazu führen, den Wert der kommunalen Beteiligungen an der EWE deutlich zu vermindern. Es ist schon erstaunlich, dass der Aufsichtsrat diese Entwicklung nicht verhindert hat.

Die einzige - allerdings wesentlich zu späte - Lösung ist die freiwillige bedingungslose komplette Zahlung der Kundenansprüche - ohne wenn und aber.

Lesen Sie die Dokumente meiner Ausseinandersetzung mit der EWE. Ich lasse mich durch Drohungen nicht von meiner Linie abbringen und bleibe so lange EWE - Kritiker, bis der Versorger seine Preis- und Informationspolitik komplett ändert. Schreiben sie mir gerne Ihre Meinung, Fragen und Anregungen.